Inhalt - Technologie und Entwicklung

Lokaler Korrosionstest auf einer 0.5 mm Kugel eines Kugellagers

Lokale Wasserstoffmessung auf dem Gewindegrund eines hochfesten Bauteils

Detektion kleinster Risse und Poren in Keramikteilen mittels Farbeindringmethode

Technologie und Entwicklung

Unsere erfahrenen Ingenieure, Werkstoffprüfer und Werkstoffwissenschaftler sind nicht nur in der Lage Werkstoff-Prüfverfahren fachgerecht und auf höchstem Niveau durchzuführen. Je nach Bedürfnis und Fragestellung  der Industrie sind wir auch in der Lage, neue Prüfverfahren zu entwickeln und bestehende zu optimieren. Im Folgenden sind drei Beispiele skizziert:

Vom „lokalen“ Korrosionsproblem zur Dauerhaftigkeit

Etwa ein Drittel der Stahlproduktion wird durch Korrosion (meistens Flächenkorrosion) wieder vernichtet. Für technische  Bauteile werden daher oft korrosionsbeständigere, passive Werkstoffe, wie zum Beispiel: «rostfreie» Stähle, Titan- und Aluminiumlegierungen eingesetzt. Aber auch diese Werkstoffe können Korrosionsangriffe erleiden. Flächenkorrosion tritt zwar nicht auf, aber lokale Korrosionsangriffe sind ein (grosses) Problem. Bei lokaler Korrosion werden immer nur sehr kleine Bereiche des Werkstoffes angegriffen. Das mag gut fürs Auge sein, ist aber gefährlich. Es ist nicht immer leicht zu erkennen, wann ein Bauteil so geschädigt ist, dass es seine Funktion nicht mehr erfüllen kann.

Mit Hilfe von lokalen, höchstauflösenden, elektrochemischen Messtechniken prüfen wir die Anfälligkeit von Werkstoffen und Bauteilen gegenüber lokalen Korrosionsangriffen. Um für Ihr System oder Ihre Konstruktion die beste Dauerhaftigkeit zu erreichen,  sind wir nicht nur in der Lage unsere hochauflösenden Korrosionsmesstechniken gezielt einzusetzen, je nach Problemstellung können wir diese auch modifizieren.

Dem Schadstoff Wasserstoff auf der Spur

Erhöhte  Anforderungen an Bauteile, der Trend zu „schlankeren“ Konstruktionen sowie wirtschaftliche Aspekte führen zu einem zunehmenden Einsatz von hochfesten Werkstoffen. Solche Werkstoffe weisen zwar eine erhöhte Festigkeit, aber auch eine reduzierte Zähigkeit auf. Dadurch sind sie anfällig gegenüber wasserstoffinduzierter Versprödung. So reichen bei hochfestem Stahl schon kleinste Mengen (wenige ppm) Wasserstoff, um Brüche zu initiieren.

Für gezielte Massnahmen zur Vermeidung von wasserstoffinduzierter Versprödung ist es notwendig, die lokalen Wasserstoffgehalte an kritischen Stellen zu kennen.

Mit Hilfe eines neu entwickelten, elektrochemischen Wasserstoffsensors können unsere Spezialisten Wasserstoffgehalte von weniger als 0.001 ppm lokal an einem Bauteil, auf einem Schliff oder auf „rauen“  Bruchflächen messen. Messflächen von weniger als 0.001 mm2 sind möglich. Durch Weiterentwicklung der Messtechnik sind Wasserstoffmessungen neuerdings nicht nur im Labor sondern auch mobil durchführbar (siehe „Mobile Messtechnik“). Durch gezielte Anpassung der Messparameter sind Wasserstoffmessungen auch bei anderen Werkstoffen als Stahl, bei mehrschichtigen Oberflächensystemen und im Rahmen von komplexen Schadensfällen möglich.

„Fehlerfreie“ Produkte

In vielen modernen Einsatzgebieten wird für Produkte zunehmend eine 100% Funktionstüchtigkeit verlangt. Dies gilt insbesondere im Bereich der Medizinal­technik. Bei Implantaten sind selbst kleinste Materialfehler nicht tolerierbar. Qualitätskontrollen bei solchen Produkten sind dann problematisch, wenn die  Auflösungsgrenze der standardmässig zur Verfügung stehenden, zerstörungs­freien Prüfverfahren nicht ausreicht, um die maximal zulässige Fehlergrösse zu detektieren. Unser erfahrenes Team von Spezialisten im Bereich der zerstörungs­freien Werkstoffprüfung ist in der Lage durch Optimierung der Prüfverfahren die Auflösungsgrenzen so zu verbessern, dass wir auch für Ihre Problemstellung eine Lösung finden.

Ansprechpartner:
Dr. Thomas Suter, Tel. +41 44 877 63 22
Oliver von Trzebiatowski, Tel. +41 44 877 63 20
Rolf Winkler, Tel. +41 44 877 63 23

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